Baumpflege und Fällung · Seilklettertechnik
Ein Baum wird von oben nach unten gelesen. Diese Seite auch.
Flymlattix pflegt und fällt Bäume auf Privatgrundstücken zwischen Berchtesgaden, Traunstein und Rosenheim. Die Seite folgt dem Baum: Krone, Äste, Stamm, Wurzel. Bei jedem Teil steht, was wir tun, was es kostet und was man besser lässt. Danach der Jahresring: was wann geschnitten werden darf.

Was wir tun, für wen und was uns unterscheidet
Was wir tun
Wir schneiden Kronen, entfernen Totholz, kürzen ein, schneiden Obstbäume, fällen in Seilklettertechnik und fräsen Wurzelstöcke. Alles auf Privatgrundstücken und in Wohnanlagen, mit Häcksler und Abfuhr, auf Wunsch mit Genehmigungsantrag.
Für wen
Für Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer mit einem Baum, der zu nah am Dach steht, zu viel Schatten wirft oder nach dem letzten Sturm Sorgen macht. Für Eigentümergemeinschaften, die ihre Verkehrssicherungspflicht ernst nehmen. Für alle, die einen alten Obstbaum erhalten wollen.
Was uns unterscheidet
Wir kappen nicht und wir fällen nicht ohne Genehmigung. Vor jedem Eingriff halten wir schriftlich und mit Fotos fest, was geschnitten wird. Und wir sagen auch, wenn ein Baum keinen Schnitt braucht – das kommt häufiger vor, als man denkt.
1 · Krone
Kronenpflege: auslichten, einkürzen, in Form halten
Die Krone ist der Teil, an dem die meisten Aufträge beginnen: zu dicht, zu hoch, zu nah am Haus. Drei Eingriffe sind üblich, und sie unterscheiden sich stärker, als die Namen vermuten lassen.
- Kronenpflege
- Tote, kranke, sich kreuzende und reibende Äste werden entfernt. Die Form des Baumes bleibt, die Krone wird gesünder. Alle drei bis fünf Jahre sinnvoll.
- Kronenauslichtung
- Feinäste im Kroneninneren werden herausgenommen, höchstens 15 % des Laubs. Mehr Licht im Garten, weniger Windlast, ohne dass der Baum kleiner wird.
- Kroneneinkürzung
- Die Krone wird im Feinastbereich um höchstens 20 % zurückgenommen, immer auf einen Zugast. Das ist kein Kappen: Wer Starkäste stumpf absägt, bekommt Fäulnis und Wasserreiser.

Kappungen führen wir nicht aus. Ein gekappter Baum treibt dichter, schwächer angebunden und braucht danach alle zwei Jahre einen Schnitt. Wenn ein Baum wirklich zu groß ist, ist eine Fällung mit Nachpflanzung ehrlicher.
2 · Äste
Totholz, Lichtraum und Astbruch
Einzelne Äste sind oft das eigentliche Problem: ein toter Ast über der Terrasse, Zweige im Dachrinnenbereich, ein angebrochener Ast nach dem Sturm.
- Totholzentfernung
- Abgestorbene Äste ab etwa 3 cm Durchmesser werden entfernt. Das ist die klassische Maßnahme für die Verkehrssicherheit über Wegen, Spielbereichen und Parkplätzen.
- Lichtraumprofil
- Über Gehwegen 2,50 m, über Straßen 4,50 m freie Höhe. Als Eigentümer sind Sie dafür verantwortlich; viele Gemeinden schreiben im Herbst an.
- Sturm- und Bruchschäden
- Angebrochene Äste sichern wir am selben oder nächsten Werktag, schneiden auf Astring nach und beurteilen, ob der Baum die Wunde überwallen kann.

Schnitte setzen wir auf Astring: außerhalb der Verdickung am Astansatz, nicht stammparallel. Wundverschlussmittel verwenden wir nicht; sie halten Feuchtigkeit in der Wunde und fördern Pilze.
3 · Stamm
Fällung: stückweise, abgeseilt, mit Genehmigung
In Gärten ist selten Platz, einen Baum am Stück zu fällen. Wir tragen ihn von oben nach unten ab, seilen die Stücke kontrolliert ab und fällen nur den letzten Stammteil.
- Seilklettertechnik
- Der Kletterer arbeitet gesichert im Baum, ein zweiter führt das Seil am Boden. So kommen wir an Bäume, die kein Hubsteiger erreicht, ohne Rasen und Beete zu befahren.
- Abtragen in Stücken
- Äste und Stammteile werden angehängt, abgeschnitten und abgelassen. Dächer, Zäune und Pflanzungen darunter bleiben unberührt.
- Holz und Schnittgut
- Auf Wunsch schneiden wir Stammholz auf Ofenlänge und lassen es liegen. Astwerk wird gehäckselt und abgefahren oder als Mulch im Garten verteilt.

Ohne gültige Genehmigung fällen wir nicht, auch nicht „nur schnell“. Ob Ihr Baum unter eine Baumschutzverordnung fällt, klären wir mit Stammumfang und Gemeinde in fünf Minuten; siehe den Abschnitt Genehmigung.
4 · Wurzel
Wurzelstock, Standort und Nachpflanzung
Nach der Fällung bleibt der Stock, und mit ihm die Frage, was an der Stelle wachsen soll. Beides gehört zum Auftrag, wenn Sie es wünschen.
- Stubbenfräsen
- Die Fräse trägt den Wurzelstock bis 20 cm unter Bodenniveau ab. Das Fräsgut bleibt als Füllung in der Mulde oder wird abgefahren. Zufahrtsbreite: 80 cm genügen.
- Wurzelschutz bei Bauarbeiten
- Wer neben einem Baum baggert, schneidet ihm oft die Versorgung ab. Wir legen den Wurzelbereich fest, stellen Schutzzäune und begleiten Grabungen mit dem Saugbagger.
- Nachpflanzung
- Viele Gemeinden verlangen nach einer genehmigten Fällung eine Ersatzpflanzung. Wir beraten zur Art: nicht jeder Garten braucht wieder einen Baum, der 25 Meter hoch wird.

Wurzelstöcke von Pappel, Robinie und Essigbaum treiben nach der Fällung jahrelang aus Wurzelausläufern. Hier fräsen wir tiefer und sagen vorher, womit zu rechnen ist.
- Ruhezeit: Fällung und Obstbaumschnitt
- Schonzeit: nur schonende Pflegeschnitte
- Sommerschnitt: Auslichten, Bluter schneiden
Der Jahresring: was wann geschnitten wird
Klicken Sie einen Monat an. Die Angaben gelten für Deutschland und richten sich nach dem Bundesnaturschutzgesetz sowie nach dem, was dem Baum guttut. Örtliche Baumschutzverordnungen können strenger sein.
Januar
Obstbaumschnitt an frostfreien Tagen. Fällungen ohne Einschränkung durch die Schonzeit. Beste Zeit für große Eingriffe: der Baum ruht, der Boden ist fest.
- JanObstbaumschnitt an frostfreien Tagen. Fällungen ohne Einschränkung durch die Schonzeit. Beste Zeit für große Eingriffe: der Baum ruht, der Boden ist fest.
- FebLetzter Monat für Fällungen und starke Rückschnitte an Hecken und Gehölzen vor der Schonzeit. Obstbäume und Beerensträucher schneiden.
- MärAb 1. März Schonzeit nach § 39 Bundesnaturschutzgesetz: Hecken, Gebüsche und Bäume außerhalb von Gärten dürfen nicht abgeschnitten oder auf den Stock gesetzt werden. Schonende Pflegeschnitte bleiben erlaubt.
- AprBrutzeit. Vor jedem Schnitt Nester und Höhlen prüfen; besetzte Niststätten sind ganzjährig geschützt. Totholz über Wegen darf entfernt werden.
- MaiKronenpflege an Bäumen ohne Brut möglich. Frisch gepflanzte Bäume wässern: 50 bis 80 Liter je Woche in den ersten zwei Jahren.
- JunSommerschnitt beginnt: Kirsche nach der Ernte, dazu Walnuss, Ahorn und Birke, die im Winter stark „bluten“. Wunden verschließen jetzt am schnellsten.
- JulBeste Zeit für Kronenauslichtung und Einkürzung: der Baum reagiert mit wenig Neuaustrieb. Formschnitt an Hecken nach dem Johannistrieb.
- AugSommerschnitt an Apfel und Birne bremst zu starken Wuchs. Letzter guter Monat für Walnuss und Ahorn.
- SepSchonzeit endet am 30. September. Sturmvorsorge: Totholz und angebrochene Äste vor den Herbststürmen entfernen.
- OktAb 1. Oktober wieder Fällungen und starke Rückschnitte. Pflanzzeit für Bäume beginnt, sobald das Laub fällt.
- NovPflanzen, fällen, Kronen sichern. Laub unter gesunden Bäumen kann liegen bleiben; Laub von Bäumen mit Pilzbefall entsorgen.
- DezFällungen und Obstbaumschnitt bei frostfreiem Wetter. Unter −5 °C schneiden wir nicht: das Holz splittert und die Wunden reißen ein.
Preisspannen
Richtwerte aus unseren Aufträgen der letzten beiden Jahre, inklusive 19 % Umsatzsteuer. Nach Besichtigung oder drei guten Fotos wird daraus ein Festpreis.
| Kronenpflege, Baum bis 12 mje nach Kronenvolumen und Zugang | 280 bis 480 € |
| Kronenpflege, Baum 12 bis 20 mzwei Kletterer, ein halber bis ein ganzer Tag | 450 bis 850 € |
| Totholzentfernungje Baum, abhängig von Höhe und Menge | 180 bis 380 € |
| Kroneneinkürzunghöchstens 20 %, immer auf Zugast | 350 bis 750 € |
| Obstbaumschnittje Baum; ab fünf Bäumen 15 % Nachlass | 85 bis 160 € |
| Fällung bis 10 meinschließlich Abtragen und Aufarbeiten | 380 bis 700 € |
| Fällung 10 bis 20 mSeilklettertechnik, enge Lage, Abseilen | 700 bis 1.600 € |
| Stubbenfräsenje Stock, nach Durchmesser | 90 bis 220 € |
| Häckseln und AbfuhrAstwerk; Stammholz bleibt auf Wunsch liegen | 45 € je m³ |
| Baumkontrolle mit Protokollab fünf Bäumen 49 € | 65 € je Baum |

Rechenbeispiel
Eine Birke mit 14 Metern direkt an der Garage, Fällung mit Abseilen, Häckseln und Abfuhr von 4 m³ Astwerk, Stock gefräst: 950 € Fällung + 180 € Abfuhr + 140 € Stubbenfräsen = 1.270 €. Stammholz bleibt auf Wunsch als Ofenholz liegen. Die Genehmigung der Gemeinde (hier: 40 € Gebühr) kommt dazu.

Baumkontrolle: sieben Anzeichen, die Sie selbst sehen können
Als Eigentümer sind Sie für die Verkehrssicherheit Ihrer Bäume verantwortlich. Einmal im Jahr hinschauen genügt in der Regel. Wenn Sie eines dieser Zeichen finden, schicken Sie uns ein Foto.
- Pilzfruchtkörper am Stamm oder StammfußKonsolen oder Hutpilze zeigen Holzfäule an. Nicht jeder Pilz ist gefährlich, aber jeder gehört angeschaut.
- Totholz in der KroneEinzelne tote Äste sind normal. Mehr als ein Fünftel der Krone deutet auf ein Problem an der Wurzel hin.
- Risse und RindenschädenLängsrisse, abgeplatzte Rinde, nässende Stellen. Besonders an Zwieseln, wo zwei Stämme auseinanderstreben.
- Schiefstand, der neu istEin Baum, der immer schief stand, hat sich darauf eingestellt. Einer, der sich nach einem Sturm neigt, nicht.
- Bodenaufwölbung oder Risse am StammfußZeichen, dass sich der Wurzelteller bewegt. Das ist ein Grund, am selben Tag anzurufen.
- Spärliches, kleines oder früh fallendes LaubTrockenstress, Bodenverdichtung oder Wurzelschaden. Oft nach Bauarbeiten im Wurzelbereich.
- Spechtlöcher und HöhlenWertvoll für Tiere und geschützt, aber auch ein Hinweis auf weiches Holz. Wir prüfen die Restwandstärke.
Genehmigung und Schonzeit in vier Antworten
Gilt eine Baumschutzverordnung?
Viele Städte und Gemeinden schützen Bäume ab einem Stammumfang von 60 bis 100 cm, gemessen in einem Meter Höhe. Obstbäume sind häufig ausgenommen. Die Satzung steht auf der Website der Gemeinde; wir kennen die der Region.
Wer stellt den Antrag?
Der Eigentümer. Wir bereiten ihn vor: Fotos, Lageskizze, Stammumfang, Begründung. Die Bearbeitung dauert zwei bis sechs Wochen und kostet je nach Gemeinde 25 bis 80 €.
Und die Schonzeit?
Vom 1. März bis 30. September dürfen Hecken, Gebüsche und Bäume außerhalb gärtnerisch genutzter Flächen nicht gefällt oder stark zurückgeschnitten werden. Bäume im Hausgarten fallen nicht unter dieses Verbot, besetzte Nester und Höhlen sind aber ganzjährig geschützt.
Was, wenn Gefahr im Verzug ist?
Ein Baum, der umzustürzen droht, darf sofort gesichert oder gefällt werden. Wir dokumentieren den Zustand vorher mit Fotos und melden die Maßnahme der Gemeinde nach.

Häufige Fragen
Warum gibt es Preisspannen und keine festen Preise?
Weil kein Baum wie der andere steht. Höhe, Kronenvolumen, Zugang, was darunter liegt und wohin das Schnittgut kann, entscheiden über die Zeit. Nach einer Besichtigung oder drei guten Fotos nennen wir einen festen Preis, der dann auch gilt.
Arbeiten Sie mit Hubsteiger oder mit Seil?
Meist mit Seil. Seilklettertechnik ist im Garten schonender, weil kein schweres Fahrzeug auf den Rasen muss, und wir kommen an jede Stelle der Krone. Einen Hubsteiger setzen wir ein, wenn der Baum nicht mehr bekletterbar ist, etwa bei fortgeschrittener Fäule.
Kann ich das Holz behalten?
Ja. Stammholz schneiden wir auf Wunsch auf 33 oder 50 cm und stapeln es an einer Stelle Ihrer Wahl. Wenn Sie es nicht möchten, nehmen wir es mit; im Preis ist das schon berücksichtigt.
Was passiert bei Schäden am Nachbargrundstück?
Dafür gibt es die Betriebshaftpflicht mit 5 Mio. Euro Deckung. In der Praxis verhindern wir Schäden durch Abseilen; in den letzten Jahren hatten wir eine zerbrochene Gehwegplatte und eine verbogene Dachrinne, beide am selben Tag gemeldet und ersetzt.
Schneiden Sie auch Hecken?
Hohe Hecken ab etwa drei Metern ja, weil dafür Klettertechnik oder Gerüst nötig ist. Normale Formhecken sind Sache eines Gärtners; wir nennen Ihnen gern einen.
Wie schnell kommen Sie nach einem Sturm?
Bei Gefahr für Personen oder Gebäude am selben oder nächsten Werktag. Bitte betreten Sie den Bereich unter angebrochenen Ästen nicht und schicken Sie uns ein Foto; oft können wir am Telefon sagen, wie dringend es ist.
Schnittkalender per E-Mail
Viermal im Jahr: was jetzt geschnitten werden darf
Zu Beginn jeder Jahreszeit eine kurze E-Mail: welche Arbeiten anstehen, was die Schonzeit erlaubt und woran Sie einen Baum erkennen, der Hilfe braucht. Keine Angebote, keine Gutscheine. Sie müssen nichts bei uns beauftragen, um den Kalender zu bekommen.